Unsere Ankunft in Marokko ist eher eine Flucht aus Gibraltar, als ein freiwillig gewaehlter Termin. Gibraltar ist nett, suesse freilebende Aeffchen – nur unser Couchsurfing- Host Nikki war nicht nett.
Nach einer
einstuendigen Bootstour, bei der selbst wackere Seemaenner nur schwer ihr Mittag bei sich behalten konnten, erreichen wir Tanger. Und direkt nach dem Verlassen des Faehrterminals lernen wir unseren ersten marrokanischen Freund kennen. Er ist sehr nett, sprich tziemlich gut deutsch und weiss wo unser Hostel ist. Er bietet sogar an uns den Weg zu zeigen! Waere die Welt doch voller solcher Menschen!
Am Hostel angekommen, klingelt er noch und weist uns dann sanft auf seine hungernde Familie hin. Wir kramen in unseren Taschen herum, das Kleingeldgeklimper macht ihn aber eher stinkig. Nachdem wir unseren letzten Fuenfeuroschein an unseren Freund abgetreten haben, laechelt er wieder nett und zieht ab.
Ein bisschen aermer sitzen wir spaeter auf der tollen Dachterasse des Hostels und geniessen die Temperaturen. Tanger ist voll aber durch unseren halb marrokanischen Freund Sharif entdecken wir spannende Dinge ausserhalb der Touristenspots.
Ibn Battuta. Je von dem gehoert? Hat wohl niemand in Europa, dabei ist der Typ um einiges cooler als sein Kollege Kolumbus, er hatte nur das Pech auf dem falschen Kontinent geboren zu sein.
https://en.wikipedia.org/wiki/Ibn_Battuta
Sharif hatte von ihm gehoert und von seiner Grabstaette. Nach vielen arabischen Wegbeschreibungen erreichen wir eine verschlossene Tuer in einem kleinen Gaesschen. Eine Nummer steht in roter Farbe auf dem Holz. Eine Frau ruft fuer uns an und teilt uns mit in 10 Minuten wuerde jemand aufmachen. Wir sehen den Jungs beim Fussballspielen zu und warten. Ein alter Mann im Jallabah erscheint wenig spaeter und oeffnet. Ein kleiner Sarg, Teppiche auf dem Boden, ein paar Kissen und ein Gaskocher. Unsere Schuhe sollen wir draussen ausziehen, denn dieser Ort ist heilig oder so.
Wir trinken Tee und Sharif uebersetzt zwischen uns hin und her.Wir erfahren dass es in Marokko ueblich ist zu Ruhestaetten von besonderen Menschen zu pilgern- denn man glaubt, das man so aus den Talenten dieser Person schoepft.
Viel Spaß euch noch auf den restlichen Kontinenten dieser Welt = )