Ich hätte wahnsinnig gerne 100 Bilder in diesen Artikel gesteckt. Wir haben aber nur ein einziges auf der gesamten Etappe gemacht. Entschuldigung an Alle! Jetzt müsst ihr wohl den Text lesen..
Von L’ayrolle aus geht’s nach Bayonne, ganz im Süden Frankreichs schon beinahe an der Küste. Das Wetter ist schon den ganzen Tag furchtbar und jetzt droht es auch noch dunkel zu werden, wir sind ganz gut voran gekommen.. Es sind noch etwa 250 Kilometer bis Bayonne.
Nach einer Stunde hält ein weißer T4, kurz darauf ein zweiter. Drei Freund*innen aus Chamonix auf dem Weg in die Sonne. Bei Clement sind noch zwei Plätze im Bus frei. Er ist wirklich symphatisch und wir stellen fest, dass die drei eigentlich die selben Etappen vorhaben wie wir. Bayonne/Biarritz, Lissabon, Andalusien und dann vielleicht Marokko überall ein bisschen surfen. Er fragt uns, kurz bevor er uns direkt vor der Tür unseres Couchsurfinghosts rauslässt noch, ob wir nicht eventuell morgen mit ihnen weiter bis Lissabon fahren wollen. Wir freuen uns übertrieben, denn uns ist die Idee natürlich auch schon gekommen…
Wir werfen also am Abend alle Pläne um und planen unseren Lissabon Aufenthalt ab morgen Abend.
Am nächsten morgen haben die anderen ihre Pläne geändert und wir machen uns enttäuscht und allein auf den Weg nach Lissabon…Natürlich klappt ab jetzt nichts mehr. Am Abend stranden wir in einem kleinen Dorf – alles doof. Lissabon noch ewig weit weg. Wir trampen am nächsten morgen weiter, uns bleibt ja auch nichts anderes übrig..
Am Nachmittag erreichen wir den Kreisverkehr. Dieser Kreisverkehr ist unfassbar, direkt an einer Autobahnauffahrt. Aber kein Auto weit und breit. Irgendwann versprechen wir sogar den Autofahrer*innen 100 Euro falls sie sich jemals mit drei anderen Autos gleichzeitig im Kreisel aufhalten sollten. Das passiert nicht.Wir wechseln uns mit dem Aufstehen ab, alle 10 Minuten muss man sich bewegen. Und uns nimmt auch niemand mit.
Als es fast schon wieder dunkel wird, hält ein Ehepaar an. Wir fragen nach der nächsten Stadt – sie sagen ja- wir springen rein. NAch ein bisschen Smalltalk, stellen wir die entscheidende Frage. Sie fahren tatsächlich nach Portugal und zwar in eine Stadt namens Guarda die auf dem Weg nach Lissabon liegt. Wir kommen in undurchschaubarem Nebel an. Wir haben nichts zum pennen, es ist kalt. Wir gönnen uns also das erste Mal ein Hostel. Und es war eine gute Entscheidung das in Portugal zu tun. Für 12, 50 liegen wir wenig später frisch geduscht, in einem warmen Bett und gucken furchtbare amerikanisches Soaps.
Um pünktlich nach Lissabon zu kommen, nehmen wir diesmal einen Fernbus und erreichen die Stadt um 18 Uhr.
Achja, ich hab völlig vergessen zu erwähnen weshalb wir es plötzlich so eilig haben. Wir wollten eh nach Lissabon um Torahn dort zu treffen. Und in dem Moment, als Clememt uns in Bayonne den direkten Weg nach Lissabon anbot, kamen wir auf die Idee ihn vom Flughafen abzuholen. Das ist sogar eine besonders überraschende Überraschung, denn er weiß noch überhaupt gar nicht, dass wir kommen.
Wir gammeln noch ein paar Stunden vorm Busbahnhof und fahren dann mit der Metro zum Flughafen. Der Flieger hat Verspätung, die Gepäckausgabe dauert Jahre. Wir haben soviel Zeit, dass wir sogar noch ein Pappschild mit nem T_rex drauf malen. Als er schließlich kommt, sind seine Mama und sein Bruder, die die ganze Zeit neben uns im Empfangskommiteebereich stehen fast überraschter als er. Nach kurzer Verwirrung freuen wir uns aber alle!
Mehr, ich will mehr lesen, sehen, miterleben!!! Dankeschön! Überdenke gerade meine „sesshafte“ Zukunft!
Du solltest das mit dem Schreiben wirklich mal überdenken! Dicker Knutsch … Mami
Danke Clara, habe mehrmals herzhaft gelacht! Aus unserer Sicht beneidenswerte Erlebnisse und schöner Schreibstil.
Hallo Laura und Clara,
Wir haben nichts mehr von ihnen gehort. Wie geht es?
Greetings,
Han en Tom aus Le CLuzel