L’ayrolle & Le Cluzel

BenDSC_0279jamin selbst, hält nichts von harter Arbeit und so beginnen wir etwa 14 Uhr mit der Arbeit. Wir mischen Zement an, um einer der unzähligen Wände zu verputzen. Dieses Haus ist nämlich genau genommen eher ein kleines Dorf, zumindest besteht es aus mindestens vier Gebäuden.

Benjamin leidet ausserdem unter schrecklicher Höhenangst, es kommt ihm also sehr gelegen, dass  wir das Gerüst sowohl aufbauen als auch beinahe alleine benutzen.

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Nach dem üppigen Mittag ist niemand mehr in der Lage sich zu rühren und so fällt der Nachmittagsbaueinsatz einfach aus. So oder ähnlich sehen die Tage mit Benjamin aus, Laurence kocht und wir verputzen ein bisschen.

Am dritten Tag geht er noch einkaufen für uns und dann verschwinden die beiden und wir bleiben alleine in L’ayrolle.

Als wir zum Gemüse kaufen etwa 100m weiter nach le Cluzel wandern, laden die freundlichen niederländischen Biobauern uns ein, sie zum Markt zu begleiten.

Aaaber, man weiß immer erst am nächsten Morgen, worauf man sich eingelassen hat.

Um sechs scheucht uns der Wecker aus dem Bett. Nach ein paar hastigen Nougat Bits, hupt es auch schon draußen auf dem Weg.

Draußen ist es noch dunkel und es regnet. Ich bin sicher jeder hätte in dem Moment sein Handeln bereut… Als wir auf dem Markt ankommen regnet es noch mehr. Wir gehen uns den Ort angucken, kein einziges Geschaeft in der Stadt öffnet vor 10 Uhr.

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                                                                                                                                                                        Es ist 7:45 Uhr!

Wir sitzen erst in einer Bäckerei, dann vor einem geschlossenen Einkaufszentrum auf eDSC_0317iner überdachten Bank. Millau ist wirklich schön, doch der Regen macht es beinahe unmöglich das zu erkennen.

Um 12 helfen wir Han den Stand auf dem Markt abzubauen und um 16 Uhr sind wir wieder Zuhause.

Als wir gerade beim Abendbrot sind, klopft es an unserer Tür. Die Nachbarn stehen erneut vor der Tür. Sie haben sich beratschlagt und fragen nun etwas schüchtern nach, ob wir nicht Lust hätten auch noch ein paar Tage auf ihrer Farm mitzuhelfen.

Nachdem wir Benjamins Garten ausgemistet haben, bleibt da eh nicht mehr viel zu tun und wir tragen unsere Rucksäcke den Hügel hinauf nach Le Cluzel. Es ist schön, wie sehr sich die beiden über unser Kommen freuen, auch Tessa und Ilse die Kinder Dackels der beiden.

Am ersten Tag setzen wir Zwiebeln und probieren Salat mit Roquefort, am zweiten Tag gibt es Omelette mit Roquefort. Ich bin wirklich beinahe über Nacht zum Roquefort- Fan geworden!DSC_0340

DieRoqueforthöhle liegt von hier nur etwa 25 Kilometer entfernt, deshalb ist der hier auch nur halb so teuer wie ein Stückchen Gouda in Deutschland und deshalb isst man ihn scheinbar auch in jeder Speise…

Wir schneiden Tomatenpflanzen und hacken Holz für den Winter und die ganze Zeit werden wir mit gutem Kaffee und frischem Gemüse und Obst aus dem Garten versorgt. Ab und zu müssen wir ein paar Äpfel oder Tomaten werfen, damit Ilse glücklich ist. Abends spielen wir Kniffel und Rommey Cup mit Han und Tom.

Am Sonntag machen wir eine Radtour nach Brousse le Chateau. Die Bikes hat Benjamin mal vorm Schrotter bewahrt und dann ein paar Jahre im Schuppen reifen lassen. Nach zwanzig Metern platzt mein Reifen und wir machen eine Wanderung draus. Laura findet direkt neben dem Schlösschen ein Haus für später und Abends holt Tom uns und die Räder mit dem Bus ab. Der Ort ist wirklich unglaublich hübsch, es ist wohl eines der schönsten Dörfer Frankreichs.

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