Wir stehen also hochmotiviert im Regen und glauben nicht daran unser wetit entferntes Ziel jemals zu erreichen.
Ein riesiger, glänzender Bus fährt uns beinahe augenblicklich den rechten Daumen ab. Ein polnischer Busfahrer sitzt drin, der den 22Sitzer nach.. haltet euch fest: Albi überführen muss.
Leider hat dieser Bus ein Tempolimit von 100 km/h und so ist es schon dunkel als er uns 650 Kilometer später in Albi absetzt.
Marie unsere Couchsurfingfreundin, wohnt noch ein paar Autobahnausfahrten entfernt.
Wir nehmen also das nächste Auto und versuchen den beiden Typen mit Händen und Füssen den Ortsnamen zu erklären, als sie diesen endlich verstehen – sind wir schon an der Ausfahrt vorbei. Wir trampen also wieder zurück und kommen in Maries luxuriösem Haus an.
Sie, ihr Bruder und ihr Ehemann Pascal haben sogar extra mit dem Essen auf uns gewartet.
Es gibt marokkanische Reispfanne, dazu Rotwein, dann Käse und zum Nachtisch selbstgebackenen
Baiser.
Das Essen ein Frankreich ist wirklich schwer in Ordnung! Unser Zimmer ist prunkvoller als in den meisten 3 Sterne Hotels.
Falls ihr euch gefragt habt, wo das Titelbild des Blogs aufgenommen wurde- Maries Gästezimmer ist die Antwort.
Am nächsten Tag besichtigen wir die Innenstadt von Albi, die meiste Zeit liegen wir in der Sonne am Kanal und schlafen.
Die Kathedrale ist nett und die Läden teuer aber hübsch.
Marie holt uns am Nachmittag ab, wir gehen noch mehr typischen Käse einkaufen.
Ich habe das bishe
r im Blog noch nicht erwähnt, aber unsere bisherige Reise stand unter dem Motto: „Auf dem Weg nach L’ayrolle“. Das ist nämlich der Ort wo Benjamin, unser erster Woofinghost noch immer auf uns wartet.
Bei Edgar in Dijon haben wir gelernt, den Namen richtig auszusprechen.
L’ay- Mund verziehen wie bei einem breiten Grinsen; rolle – Mund zu einem runden Loch formen, wie bei einem „O“. Auf Deutsch klingt das dann etwa so: [Leerolle]
Bei Marie und Pascal erfahren wir jetzt endlich, dass diesen Ort deshalb keiner kennt, weil es ganz einfach keiner ist.
Lediglich eine kleine Häuseransammlung bei Brousse Le Chateau.
Damit wir den auch finden, fährt uns Pascal am nächsten Morgen noch 30 Kilometer in die richtige Richtung.
Ich dachte ja immer, die Straßen auf Rügen wären schmal..
Die Strassen hier, sind die meiste Zeit im Inneren der Berge und in keinem Falle breit genug für zwei Autos.
Meistens gibt es vor den Tunneln eine Ampel, damit sich niemals zwei darin begegnen.
Eine Stunde später
finden wir uns auf einer mit Maronen übersähten Holperstraße wieder, 300 Meter und wir erreichen Benjamins Schloss Bruchbude.
Auf den Bildern hatte ich mal ein verfallenes Schloß vermutet. In Echt sieht es wenig prunkvoll und noch um einiges baufälliger aus.
Benjamin und seine Freundin Laurence scheinen ein bisschen überrascht, als wir in der Küche auftauchen.
Doch schnell gewinnen die beiden ihre Fassung zurück und machen uns ein leckeres Mittagessen.Er führt uns herum, zeigt uns die Baustellen, dann pumpen wir gemeinsam unsere Luftmatratze in der Küche auf.
Wir pumpen wirklich in beachtlichem Tempo und mit ebensolcher Ausdauer, doch die Mäuse haben uns einen Strich durch unser Bett gemacht.
Also schlafen wir ohne Luftmatratze in der Küche.
