Parizz

Es ist 6 Uhr morgens.

Völlig schlaftrunken wanken wir aus dem Bus. Der Himmel über Paris ist kalt und grau. Nach genaueren Betrachtungen stellt sich dieser als Betondecke des Busterminals heraus.
Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Metro und nach viel herumirren im verschachtelten Tunnelsystem von Paris, kommen wir endlich an die Oberfläche.
Doch tatsächlich ist es hier beinahe genauo grau wie in der Ankunftshalle.
Unser Couchsurfinghost Waclaw heisst uns in seinem Wohnheimzimmer willkommen.

Wir fahren wieder in die Stadt.
In meinem Leben habe ich selten so viele Menschen auf einmal gesehen.
Und noch seltener hatte jeder zweite Mensch einen Selfiestick in den Händen.
Und nie zuvor habe ich so viele Menschen gesehen, die alle genau zeitgleich versuchen ein Foto von sich vor ein und dem selben Motiv zu machen.

Der Eiffelturm ist wirklich beeindruckend, aber diese Szene ist ein klein wenig verstörend.

DSC_0028
Wir erfüllen brav unser Tourisoll und schiessen viele nette Bilder von uns und dem Turm, kaufen sogar einen kleinen Eiffelturm und sitzen viele Stunden beeindruckt auf einer Parkbank.
Wir geben den Plan den Louvre zu besichtigen vorerst auf, schon bevor wir die Schlange gesehen haben und entscheiden uns stattdessen für moderne Kunst.DSC_0053

 

 

 

Paris ist wirklich unglaublich! Ständig sind wir der Meinung ein ganz besonders berühmtes architektonisches Bauwerk vor uns zu haben, bis wir einen genauso vewirrt dreinschauenden Touristen ansprechen und dieser nach langem Blättern im Reiseführer nur achselzuckend ein einfaches Wohnhaus vermutet.
Wir sind insgesamt dreimal der Meinung den Louvre vor uns zu haben- als wir das Gelände schliesslich erreichen, ist das Museum geschlossen. Von Aussen ist es aber auch noch ziemlich schön.

Im Halbdunkel erreichen wir Notre Damm, unser Kameraakku ist leer und wir trinken schnell noch einen Cocktail in der Happy Hour eines kitschigen französischen Restaurants auch um den Akku an der Steckdose aufzuladen.
Dann ist es aber eh dunkel und wir völlig eschöpft, also fahren wir nach Hause.
Als wir ins Wohnheim zurückkehren, wartet Waclaw schon sehnsuechtig auf uns und wir fallen ins Bett.

Ein Kommentar

  1. Lukas · Oktober 25, 2015

    Frag mal Laura, wie es in Venedig mit den Touristen war 😀